Marille

Die Pflege der sensiblen Marillen-Bäume ist seit jeher eine enorme Herausforderung. Baumsterben, Fröste und Hagelunwetter machen jedes Jahr die Pflege zu einer fast unlösbaren Aufgabe.  Die Belohnung sind oft nur kleine Ernten an einzigartigen und hocharomatischen Früchten. Aus diesem Grund gehört die Marille zu den beliebtesten Bränden. Nur die  reifsten und schönsten Früchte werden in unseren Produkten verarbeitet. Der ausgezeichnete Fruchtgeschmack der Marille, in Deutschland auch Aprikose genannt, kommt in diesem meisterhaften Edelbrand ganz hervorragend zur Geltung

 

Kostnotiz: Wohlig  angenehme und intensive Frucht in der Nase, mit einem Hauch an Marzipan und frischer Marmelade. Breiter und schmelzender Geschmack, ist harmonisch und angenehm und bleibt lange am Gaumen hängen.  Der  Abgang ist wie der Biss in eine reife Marille, mit einer Nuance Bittermandel.



Williams

Der beliebteste und am häufigsten gekaufte von unseren Bränden. Schlichtweg der Klassiker unter den Edelbränden. Wie keine andere Frucht, schafft es die Williamsbirne ihren frischen Charakter bis in das Destillat zu erhalten. Der einzige Brand, der bereits nach einer mehrmonatigen Lagerung  jung serviert werden kann und soll. Es gibt Menschen, die trinken in ihrem ganzen Leben überhaupt keinen Schnaps, … außer unseren Williams!

 

Kostnotiz: Er hat ein intensiv sortentypisches Fruchtaroma nach molligen und reifen Birnen, das ein wenig an Karamell erinnert. Er schmeckt vollmundig, saftig,  ist kräfig und elegant und hat einen sehr langen und fruchtigen Abgang.



Himbeere

Die „Königin der Edelbrände“ besticht durch ihre Intensität, wie eine Explosion aus reifen Himbeeren selbst. Die Früchte reifen an den Südhängen von Vockenberg,  in unserer Heimatgemeinde Stubenberg am See. Schon bei der Ernte werden nur die weichsten Früchte für uns aussortiert und vorgekühlt angeliefert.

 

Kostnotiz: Ein unglaublicher Duft nach frischen Himbeeren, umgeben von einer leichten Passionsfrucht. Wenn sie die Augen schließen, werden Ihre Sinne noch von karamellisierten Vanille- und Pfirsichtönen begleitet sein. Am Gaumen kräftig mit einer leichten Fruchtsüße, klar und strukturiert, sowie eine angenehm zarte Bitternote im Abgang.



Vogelbeere

Unsere Vogelbeeren bleiben bis zum ersten Frost im Spätherbst am Baum. Erst dann werden sie händisch geerntet, gerebelt (entrappt) und sorgsam vergoren. Nach  der Herzstückdestillation darf er hochprozentig im Glasballon reifen. Wenn er seine geschmackliche Ruhe gefunden hat, wird er mit frischem Quellwasser aus unserem Hausbrunnen verschnitten und auf Trinkstärke gebracht.

 

Kostnotiz: Duftet harmonisch nach Marzipan und Bitterschokolade. Nussige Würze mit leichten Röstaromen. Er ist kräftig und gut ausgewogen und hat einen samtigen  Abgang



Brombeere

Die wilden Brombeeren gedeihen an den sonnigen Waldlichtungen des Rabenwaldkogels und in einigen wenigen Obstgärten unserer Region. Die Ernte der vollreifen Früchte im dornigen Busch ist ein wahres Martyrium, das aber spätestens beim Genuss des fertigen Destillates vergessen ist.

 

Kostnotiz: Die Brombeere präsentiert eine süßlich anmutende Waldfruchtaromatik in der Nase, die von einer limonigen Frische umgeben ist. Er wartet mit saftigem, finessenreichem und komplexem Geschmack auf, ist zart und doch tiefgründig. Eleganter und beeriger Abgang.



Quitte

Die vollreifen und goldgelben Quitten duften bei ihrer Ernte derart intensiv, dass man am liebsten in sie hinein beißen würde. Ihre filzige Behaarung muss abgebürstet werden, bevor sie gemaischt wird. Bei der Vergärung der extrem dickflüssigen Quittenmaische ist eine sehr achtsame Beobachtung notwendig, um den richtigen Zeitpunkt für das Destillieren nicht zu versäumen. Und das Herzstück verändert sich ständig während der Reifung, als hätte man jedesmal einen anderen Brand.

 

Kostnotiz: Würziger und anregender Duft nach frischen Quitten mit exotischer Limone und feinen Kräutern, sehr ruhige und florale Nase. Sein erfrischender und fruchtiger Geschmack ist vielschichtig und elegant zugleich. Herbsüße Kraft am dichten Gaumen.



Weichsel

Weichsel ist die österreichische Bezeichnung für die Sauerkirsche,  die als Edelbrand wegen ihrer frischen und strukturierten Fruchtigkeit von manchen mehr geschätzt wird als der klassische Kirsch. Die reifen Weichseln werden entsteint und nur ihr Fruchtfleisch schonend vergoren, herzstückdestilliert und in Glasballons gereift. Sie werden dahin schmelzen …

 

Kostnotiz: Es entfaltet sich ein blumiges und sauber duftendes Kirscharoma in der Nase. Ein zarter Schleier von Zimt umhüllt die Frucht. Aromatischer und glatter Geschmack, wird durch eine rassige Kraft unterstützt. Langanhaltender und verspielter Abgang.



Hirschbirne

Die oststeirische Herbstbirne (ugs. Hiaschtbirne oder Hirschbirne) ist eine regionale Spezialität. Die uralten und großen Bäume der Birne prägen nach wie vor unser Landschaftsbild. In unseren Obstgärten kultivieren wir diese besondere Frucht auch auf Spindelbäumen. Sie ist für den direkten Verzehr nicht besonders geeignet, bringt aber seit Jahrhunderten hervorragende Säfte, Kletzen, Marmeladen und Edelbrände.  Eine Rarität mit individuellem Charakter.

 

Kostnotiz: Sehr  eigenständige und intensive Nase nach karamellisierten Dörrbirnen,  süßlich-herb und nach frischem Heu. Sie verfügt über einen schmelzend rustikalen Mostbirnen-Geschmack, ist kräftig und vollmundig. Ewig langer und nuancierter Abgang.



Holunder

Dem schwarzen Holunder werden so allerlei Heilkräfte nachgesagt, dass ihn bereits die alten Germanen der „Göttin Holle“ geweiht haben.  Der intensive Geschmack des Destillates scheidet die Gemüter. Aber nicht nur unsere Seniorchefin schwört auf Wirkung und Geschmack unseres Holunderbrandes. Sie belohnt sich täglich mit einem Schluck von ihrem Liebling – wie Queen Mum mit ihrem Gin. Interessanterweise wird sie auch nie krank …

 

Kostnotiz: Breiter und saftiger Duft nach reifen Holunderbeeren, die in Schokolade getaucht worden sein könnten. Schmeckt fein-würzig und wirkt süß, sehr lebendig und verspielt  am Gaumen. Langanhaltend und weich im Abgang